Freitag, 23 Januar, 2026

e-switch - ein kleiner elektronischer Schalter für Modellsegler

Dieser elektronische Schalter ist klein und hat ein separates Bedienpanel. Damit bleiben die Wege vom Akku zum Verbraucher kurz, und das Bedienteil kann an geeigneter Stelle im Modell montiert werden. Die Akkuspannung wird mittels zweier LED dauernd signalisiert und dank stromsparendem Mikroprozessor kann der Schalter dauerhaft am Akku verbleiben.

Ich wollte für meinen kleinen Segler einen Schalter, der mir neben dieser Grundfunktion auch noch Angaben über die momentane Spannungslage des Akkus machen kann. Zuerst sind die Eckdaten, wenn auch nur grob, festzulegen.

Pflichtenheft

    Betriebsspannung 3.6-7V (Arbeitsbereich von 4-5 Zellen NiCd/Mh)
    minimaler Strom 3A Dauer / 10A Peak - Statusanzeige der Akkuspannung über verschieden farbige LEDs (Grün-Rot)
    einfache mechanische Herstellung wegen eingeschränkten Fertigungsmöglichkeiten (Einseitige Printplatte)
    Einsatz vom SMD Technologie
    Verwendung eines Mikrokontroller
    als Besonderheit sollen der Taster und die beiden LEDs auf einer separaten Platine montiert sein und mit einem Kabel zur Hauptplatine verbunden werden.

Wunschliste

- stetiger Verbleib am Akku auch nach dem Flug und bei Lagerung im Hobbykeller
- Statusanzeige der Akkuspannung während der Lagerung
- Möglichkeit für den Betrieb mit anderen Akkutypen / Zellenanzahl

Entwicklungschritte

Als Mikrokontroller habe ich mir die Reihe ATTiny von Atmel ausgesucht. Für diese sind viele professionelle Programme verfügbar, die zuweilen mit limitierten Funktionsumfang auch kostenlos genutzt werden können. Im diesem konkreten Fall ist es der Atmel ATTiny13V. Was dieser uP zum Leben braucht ist schnell beisammen; Spannung zwischen 1.8 und 5.5V und ein bei der vorgesehenen Beschaltung den Pullupwiderstand für den Reset-Pin.

Der ATiny13V besitzt mit der Grösse von 8X8mm einen ausgewachsenen 8-Bit Prozessor, 1kB Flash-ROM für das Programm, 128 Byte RAM für temporäre Programmdaten, 128 Byte EEPROM für Daten die auch nach dem Auschalten erhalten bleiben (ich komme darauf zurück), sowie 5 A/D Wandler. Der Baustein besitzt noch weitere, hier nicht erwähnte Funktionen und dafür braucht er gerade mal acht! externe Anschlüsse (SOIC8).

Funktionsweise

Über einen Taster soll der Schalter bedient werden. Im eingeschalteten Zustand soll die eine LED (grün) diesen Betriebszustands mit Dauerlicht anzeigen. Die zweite LED (rot) signalisiert die aktuelle Spannungslage des Akkus. Damit während des Fluges und beim Hantieren mit dem Modell keine ungewollten Schaltzustände auftreten, muss der Schalter wie folgt aktiviert und deaktiviert werden;

- Einschalten: Taste länger als 0.5 sek. im ausgeschalteten Zustand drücken
- Ausschalten: frühestens nach 3 sek. ohne Tastendruck, den Taster drücken bis die grüne LED schnell zu blinken beginnt (1 Sek.), jetzt den Taster wieder loslassen und die zweite Blinkfrequenz abwarten. Dann nochmals den Taster drücken: AUS.

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PCB Files
BASCOM Source

ELAD AMS33 modifiziert für Remote Control

Der AMS-33 von ELAD ist ein Antennenumschalter mit drei Eingängen und drei Ausgängen. Über einen an der Frontseite zugänglichen Tasterlassen sich alle 7 Schaltmöglichkeiten auswählen. Die gewählte Verschaltung wird über eine LED-Matrix auf der Frontplatte angezeigt.

Die Eingänge sind zudem mit Überspannungselementen abgesichert. Das Geräteinnere ist sehr übersichtlich. Ein Dutzend Relais sowie neun LEDs werden durch einen ATMEL Controller angesteuert. Ein Taster für die Wahl der Verschaltung, ein JTAG-Steckplatz und die Treiber fürdie Relais sind alles was auf der Platine zu finden sind.Meine erste naive Annahme, dass der 10-pol Anschluss des ATMEL Controller für ISP Programmierung sei, wurde durch ein deutliches Rauchzeichen meines Programmieradapter verneint. Beim Durchmessen der Leitungenentpuppte sich der Anschluss als JTAG Interface. Im Hinterkopf hat sich bei mir noch die Information gehalten, dass mein vor vielen Jahren gekauftes ATMEL-Dragon Board ein solches unterstützt. Zu meiner Verwunderung konnte ich mit dem aktuellen ATMEL-Studiodieses Interface nach einem kurzen automatischen Update auch in Betrieb nehmen. Das Auslesen und Programmieren der originalen Software funktionierte zuverlässig.

Meinen Dank an den Hersteller ELAD, dass er keinen Schutz gegen Neuprogrammieren eingebaut hat. Sowas kann auch einfach durch Ersetzendes Prozessors umgangen werden. ATMEL-Studio habe ich dann dazu benutzt, die Binärdatei in den Controller zu laden.Die Software selbst mussteich neu schreiben. Dazu benutzte ich BASCOM. Die erste Schwierigkeit war, die genauen Portanschlüsse der Relais, der LEDs, und des Taster zu finden. Die Relais habe ich dazu ausgelötet. Der Rest war dann ein Kinderspiel.

Die Originalsoftware hat noch eine Spezialität auf Lager. Sie setzt den Controller nach einigen Sekunden in Tiefschlaf. Dabei werden derSystemtakt und andere Teile des Controller abgeschalten. Der Grund dafür ist, dass sich keine HF des Prozessortakts in den Signalpfad einstreuen kann. Der Systemtakt liegt übrigens bei nur 8 MHz.Für eine externe Bedienung des Geräts kann ich die bei vielen ATMELsvorhandene UART-Schnittstelle benutzen. Sie ist auch auf dem mehrpoligen Pfostenverbinder J1 verfügbar. Dazu eignen sich die vielen USB <-> UART Konverter die es in fast jedem Bastelshop zu kaufen gibt. Die Spannung wird direkt von J1 verwendet. Achtung! Nur 5Vkompatible Typen einsetzen.

Das Protokoll für das Setzen der Antennenmatrix habe ich sehr rudimentär gewählt. Ein gesendetes # gefolgt von der gewünschten Schaltpositionsnummer und ein abschliessendes CR setzt die gewünschte Antennenkonfiguration. Der Controller wird beim Eintreffen vonDaten an der seriellen Schnittstelle geweckt. Leider gehen dabei die Zeichen verloren. Ein vom Protokoll unbenutztes gesendetes Zeichen reichtaus, um den Controller zu wecken, um dann etwas später den eigentlichen Steuercode zu senden. Nach einem Spannungsverlust werden die Eingänge mit den gleichzahligen Ausgängen verbunden. (1=>1 / 2=>2 / 3=>3)

Bilder

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Schema PDF
Software ZIP

Update

Dezember 2017: Es hat sich herausgestellt, das die verbauten Relais Probleme mit geringen Leistungen haben. So erkannte der RigExpert 230-Zoom keine Antenne, obwohl der Tranceiver problemlos bei 5 Watt ein SWR von 1:1.3 anzeigte. Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Relais mechanisch für geringe Ströme ungeeignet sind. Alleine durch Klopfen am Relaiskörper konnte das SWR beeinflusst werden.

AMS33.bas

‘*********************************************
‘* HF switch box AMS-33 from ELAD
‘* modified firmware for remote control
‘* using RS232 terminal => USB converter
‘* HB9FZG 2016
‘*
‘* Connection matrix
‘* Pos0 = I1=x I2=x I3=x
‘* Pos1 = In1=Out1 In2=Out2 In3=Out3
‘* Pos2 = In1=Out1 In2=Out3 In3=Out2
‘* Pos3 = In1=Out2 In2=Out1 In3=Out3
‘* Pos4 = In1=Out2 In2=Out3 In3=Out1
‘* Pos5 = In1=Out3 In2=Out1 In3=Out2
‘* Pos6 = In1=Out3 In2=Out2 In3=Out1
‘*
‘*********************************************

$regfile = ”m169pdef.dat”
$crystal = 8000000
$hwstack = 16
$swstack = 32
$framesize = 32
$baud = 9600

CONFIG SUBMODE = NEW

CONST true = 1
CONST false = 0
CONST LEDPWR_ein = 0
CONST LEDPWR_aus = 1
CONST BUTTON_pressed = 0
CONST BUTTON_released = 1
CONST CMDnil = 0
CONST CMDstarted = 1
CONST CMDreceived = 2
CONST SleepDelay = 5
CONST POSnil = 255

LED_O1_I1 Alias PortA.3
LED_O1_I2 Alias PORTC.6
LED_O1_I3 Alias PORTC.7

LED_O2_I1 Alias PORTE.4
LED_O2_I2 Alias PORTE.3
LED_O2_I3 Alias PORTE.2

LED_O3_I1 Alias PORTE.7
LED_O3_I2 Alias PORTE.6
LED_O3_I3 Alias PORTE.5

BUTTON Alias PIND.1
LEDPWR Alias PORTB.1

K1 Alias PORTD.5
K2 Alias PORTC.0
K3 Alias PORTD.7
K4 Alias PORTD.2
K5 Alias PORTD.6
K6 Alias PORTC.4
K7 Alias PORTC.1
K8 Alias PORTC.3
K9 Alias PORTD.3
K10 Alias PORTD.4
K11 Alias PORTC.2
K12 Alias PORTC.5

DDRA = &b00001000
DDRB = &b00000010
DDRC = &b11111111
DDRD = &b11111100
DDRE = &b11111100

DIM Event10ms As Boolean
DIM Event100ms As Boolean
DIM Event1s As Boolean
DIM EventCntr As Integer
DIM Position_Curr As Integer
DIM E_Position_Curr as Eram Integer
DIM Position_New As Integer
DIM i As Integer
DIM x As Integer
DIM d as Byte
DIM cmdValue as Byte
DIM cmdState as Byte
DIM cmdLock as Integer
DIM Button_cntr as Integer
DIM Sleep_cntr as Integer

$include system.inc
$include relaispos.inc

‘Init Timer0 (10ms cycle)
CONFIG TIMER0 = TIMER , PRESCALE = 1024
START TIMER0
ON OVF0 isrTimer0_Overflow
ENABLE OVF0

Config COM1 = 9600 , Synchrone = 0 , Parity = None , Stopbits = 1 , Databits = 8 , Clockpol = 0
Open ”COM1:” For BINARY As #1
On URXC isrRX_DataReceived
Enable URXC

Config Int0 = LOW LEVEL
On Int0 isrINT0 NoSave

‘Config PCINT0
Pcmsk0 = &B00000001
On PCINT0 isrPCINT0

ENABLE Interrupts
LEDPWR = LEDPWR_ein
cmdState = CMDnil
Position_Curr = POSnil
Position_New = E_Position_Curr
Sleep_cntr = SleepDelay

Do
  If Position_New <> Position_Curr Then
    ’ Open all connections
    Call SetNoConnection
    Waitms 100
    Call SetConfig(Position_New)
    Position_Curr = Position_New
    Sleep_cntr = SleepDelay
  End If

  If Event10ms = true then
    Event10ms = false
    If cmdLock > 0 Then DECR cmdLock
    If Button = BUTTON_pressed Then
      INCR Button_cntr
    Else
      Select Case Button_cntr
        Case 10 to 50
          If Position_New < 6 Then
            INCR Position_New
          Else
            Position_New = 0
          End If
          Button_cntr = 0
        Case Is > 100
          ’ do nothing now
            Button_cntr = 0
      End Select
    End If
  End If

  If Event100ms = true then
    Event100ms = false
  End If

  If Event1s = true then
    Event1s = false
    If Sleep_cntr > 0 Then
      DECR Sleep_cntr
    End If
  End If

  If Sleep_cntr = 0 Then
    Call goSleep
  End If
Loop

‘ISRs

isrINT0:
  DISABLE INT0
  Sleep_cntr = SleepDelay
RETURN

isrPCINT0:
  Sleep_cntr = SleepDelay
RETURN

isrTimer0_Overflow:
  ’set 10ms interval
  TIMER0 = 178
  Event10ms = true
  ’Toggle LEDPWR
  Incr EventCntr
  Select Case EventCntr
    Case 10
      Event100ms = true
    Case 20
      Event100ms = true
    Case 30
      Event100ms = true
    Case 40
      Event100ms = true
    Case 50
      Event100ms = true
    Case 60
      Event100ms = true
    Case 70
      Event100ms = true
    Case 80
      Event100ms = true
    Case 90
      Event100ms = true
    Case 100
      EventCntr = 0
      Event1s = true
  End Select
RETURN

‘COM1 data received
isrRX_DataReceived:
  d = UDR
  ’Toggle LEDPWR
  Select Case d
    Case 35                                                 ’ # Command Start received
      cmdState = CMDstarted

    Case 48 to 54                                           ’ ”0” - ”6” = valid relais map positions received
      if cmdState = CMDstarted then
        cmdValue = d - 48                                   ’shift the ascii gap
        cmdState = CMDreceived
      end if

    Case 13                                                 ’ CR Command End received
      if cmdState = CMDreceived then
        if cmdLock = 0 then
          cmdLock = 100                                     ’ set 1 second lock time
          Position_New = cmdValue
        end if
      end if
      cmdState = CMDnil

    Case 10
      ’do nothing, just ignore the LF character

    Case else                                               ’ invalid command payload
      cmdState = CMDnil

  End Select
RETURN

relaispos.inc

‘***********************************
‘* Connection matrix
‘* Pos0 = I1=x I2=x I3=x
‘* Pos1 = In1=Out1 In2=Out2 In3=Out3 (default = powerless Relais)
‘* Pos2 = In1=Out1 In2=Out3 In3=Out2
‘* Pos3 = In1=Out2 In2=Out1 In3=Out3
‘* Pos4 = In1=Out2 In2=Out3 In3=Out1
‘* Pos5 = In1=Out3 In2=Out1 In3=Out2
‘* Pos6 = In1=Out3 In2=Out2 In3=Out1
‘*
‘* In1 => Out1 = K4, K1 = off
‘* In1 => Out2 = K2, K4, K6
‘* In1 => Out3 = K3, K4
‘*
‘* In2 => Out1 = K1, K5, K9
‘* In2 => Out2 = K9, K11, K7, K2 = off
‘* In2 => Out3 = K8, K11
‘*
‘* In3 => Out1 = K1, K5
‘* In3 => Out2 = K7, K12
‘* In3 => Out3 = K10, K12, K8, K3 = off
‘*
‘***********************************

Sub SetRelais(ByVal n As Integer , ByVal p As Integer)
  Select Case n
    Case 1
      K1 = p
    Case 2
      K2 = p
    Case 3
      K3 = p
    Case 4
      K4 = p
    Case 5
      K5 = p
    Case 6
      K6 = p
    Case 7
      K7 = p
    Case 8
      K8 = p
    Case 9
      K9 = p
    Case 10
      K10 = p
    Case 11
      K11 = p
    Case 12
      K12 = p
  End Select
End Sub

Sub SetConfig(ByVal n As Integer)
  Select Case n
    Case 0
      Call SetNoConnection

    Case 1
      Call SetIn1Out1
      Call SetIn2Out2
      Call SetIn3Out3

    Case 2
      Call SetIn1Out2
      Call SetIn2Out1
      Call SetIn3Out3

    Case 3
      Call SetIn1Out3
      Call SetIn2Out2
      Call SetIn3Out1

    Case 4
      Call SetIn1Out1
      Call SetIn2Out3
      Call SetIn3Out2

    Case 5
      Call SetIn1Out2
      Call SetIn2Out3
      Call SetIn3Out1

    Case 6
      Call SetIn1Out3
      Call SetIn2Out1
      Call SetIn3Out2

  End Select
End Sub

Sub SetIn1Out1
  Call SetRelais(1 , 0)
  Call SetRelais(4 , 0)
  LED_O1_I1 = true
End Sub

Sub SetIn1Out2
  Call SetRelais(2 , 1)
  Call SetRelais(4 , 1)
  Call SetRelais(6 , 1)
  LED_O2_I1 = true
End Sub

Sub SetIn1Out3
  Call SetRelais(3 , 1)
  Call SetRelais(4 , 1)
  LED_O3_I1 = true
End Sub

Sub SetIn2Out1
  Call SetRelais(1 , 1)
  Call SetRelais(5 , 1)
  Call SetRelais(9 , 1)
  LED_O1_I2 = true
End Sub

Sub SetIn2Out2
  Call SetRelais(2 , 0)
  Call SetRelais(7 , 0)
  Call SetRelais(9 , 0)
  Call SetRelais(11 , 0)
  LED_O2_I2 = true
End Sub

Sub SetIn2Out3
  Call SetRelais(3 , 0)
  Call SetRelais(8 , 1)
  Call SetRelais(9 , 0)
  Call SetRelais(11 , 1)
  LED_O3_I2 = true
End Sub

Sub SetIn3Out1
  Call SetRelais(1 , 1)
  Call SetRelais(10 , 1)
  LED_O1_I3 = true
End Sub

Sub SetIn3Out2
  Call SetRelais(2 , 0)
  Call SetRelais(7 , 1)
  Call SetRelais(10 , 0)
  Call SetRelais(12 , 1)
  LED_O2_I3 = true
End Sub

Sub SetIn3Out3
  Call SetRelais(3 , 0)
  Call SetRelais(8 , 0)
  Call SetRelais(10 , 0)
  Call SetRelais(12 , 0)
  LED_O3_I3 = true
End Sub

Sub SetNoConnection
  ’No connections
  Call SetRelais(3 , 0)
  Call SetRelais(4 , 0)
  Call SetRelais(5 , 0)
  Call SetRelais(6 , 0)
  Call SetRelais(7 , 0)
  Call SetRelais(9 , 0)
  Call SetRelais(10 , 0)
  Call SetRelais(11 , 0)
  Call SetRelais(12 , 0)
  Call SetRelais(1 , 1)
  Call SetRelais(2 , 1)
  Call SetRelais(8 , 1)

  LED_O1_I1 = false
  LED_O1_I2 = false
  LED_O1_I3 = false

  LED_O2_I1 = false
  LED_O2_I2 = false
  LED_O2_I3 = false

  LED_O3_I1 = false
  LED_O3_I2 = false
  LED_O3_I3 = false
End Sub

system.inc

Sub goSleep
  LEDPWR = LEDPWR_aus
  E_Position_Curr = Position_Curr
  ENABLE INT0
  ENABLE PCINT0
  CONFIG POWERMODE = POWERDOWN
  Waitms 200
  LEDPWR = LEDPWR_ein
End Sub

mcHF : Selbstbau eines digitalen QRP Tranceivers

Kurz nachdem ich mich dazu entschlossen habe die Amateuerfunkprüfung zu absolvieren, bin ich auf das Projekt mcHF gestossen. Der englische Funkamateur M0NKA hat während zwei Jahren einen Transceiver entwickelt, der von 80m bis zum 10m Band sendet. Auf gerade mal zwei Platinen in der Grösse 186 x 66mm ist die ganze Elektronik verbaut.

Das Projekt ist Open-Source. Einzig die Platinenlayouts sind nicht frei verfügbar. Software und Schema aber schon. Bestellen kann man entweder die leeren Platinen oder das komplette Set mit allen Bauteilen. Mittlerweile sind auch teilbestückte Kits bestellbar. Ich habe mir einen Kit mit allen Bauteilen bestellt. Gerade in der Schweiz ist die Beschaffung von elektronischen Komponenten zum Teil schwierig, weil nicht jeder Distributor alle erforderlichen Teile führt.

Der Aufbau ist nicht zu unterschätzen. Es sind mehrere hundert Teile zu bestücken, davon einige die erst noch vorbereitet werden müssen. Wichtig ist eine gute Lötstation. Dazu gutes Lötzinn (0.5mm und 1.5 mm) und das richtige Flussmittel. Wer eine Heissluft-Lötstation hat, kann die ein/zwei schwierigen Bauteile fehlerfrei auflöten. Die Bauteile in meinem Kit kamen gruppiert verpackt in Ziplock-Säckchen mit einem Zettel darin welche Bauteilenummer enthalten sind. Also ein Säckchen mit R1-R3 mit 4k7, ein anderes mit R4,R8,R12 mit 10k und so weiter. Das ist eine grosse Hilfe beim Bestücken. Mittlerweile existieren diverse Modifikationen, die Fehler im Design beheben als auch Erweiterungen enthalten. Hier empfiehlt es sich, vorher in den unten genannten Foren nachzulesen. Mein mcHF hatte kaum Fehler im Aufbau (dank der guten Lötarbeit) und mittlerweile ist auch ein Gehäuse entstanden.

Preislich lohnt sich der Aufwand kaum. Ein Yaesu FT-817ND kostst in etwa dasselbe und bringt auch VHF/UHF mit . Natürlich fehlen dem die grafischen Anzeigen und die Erweiterbarkeit als Ganzes. Ich für mich habe das als Gelegenheit genommen, mich in die Funkhardware einzuarbeiten. Das mcHF wird für mich das Ferienfunkgerät werden, es ist kompakt, kann digitale Modes und passt auch mal in eine Wandertasche.

Donnerstag, 22 Januar, 2026

Alexloop ferngesteuert abstimmen

In den Ferien habe ich meist zwei Typen von Antennen dabei. Einmal eine FUCHS-Antenne mit 20m Draht sowie die AlexLoop, eine magnetische Loop-Antenne. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Der grösste Nachteil ist die schmale Bandbreite der Loop-Antenne. Bei jedem Frequenzwechsel muss neu eingestellt werden. Meist platziert man darum die Loop in nächster Nähe zum OM der mit QRP sendet. Falls wegen des Wetters man lieber drinnen bleibt braucht man aber etwas um draussen die Antenne abzustimmen.

Die Idee einer Fernsteuerung ging mir schon seit Monaten im Kopf herum.

Was es braucht:

    - Getriebemotor mit sehr langsamer Drehzahl (wirklich langsam)
    - Funkfernbedienung mit zwei oder mehr Kanälen
    - Elektronik zum Steuern des Motors
    - Mechanische Teile um den Einstellknopf der AlexLoop zu drehen

Nach einiger Suche habe ich die passenden Teile gefunden.

Getriebemotor: Conrad Bestell-Nr.: 1289388 Hst.-Teile-Nr.: G1000 | EAN: 4037373693313
Fernbedienung: https://hobby-elektronik.ch/Module-Sensoren/Funk-Netzwerk-RFID/433-Mhz-Fernbedienung-4-Kanal-Lernfaehig-mit-Empfaenger::705.html

Motorsteuerung: https://www.itead.cc/mboard.html / Dieses Teil hatte ich schon Jahre früher mal bestellt
Mechanische Teile: konstruiert auf Alibre 3D CAD und hergestellt mit einem Ultimaker 3D+ Drucker

Wie es funktioniert:

Das Hauptproblem war die Verbindung vom Getriebemotor zum Drehknopf der AlexLoop. Einfach den Knopf zu entfernen und direkt mit dem Motor zu verbinden wäre zwar einfach. Leider hat man keine Möglichkeit die Endpositionen des Drehkondensators der AlexLoop festzustellen. Der Motor hat ein 1000:1 Getriebe. Trotz des kleinen Motors treten auf der Abtriebsachse enorme Drehmomentkräfte auf, die Getriebe und Drehkondensator beschädigen könnten. Am einfachsten wäre eine Rutschkupplung.

Die Lösung:

Früher gab es Mopeds der Marke VéloSolex wo ein Reibrad das Vorderrad antrieb. Hier verwende ich einen Schleifkörper wie sie zum Beispiel von Dremel oder Proxxon erhältlich sind. Geht der Drehkondensator in eine Endstellung, dreht der Schleifkörper einfach durch und kann nichts beschädigen.

al1.jpg

Komplett montierte Teile an der AlexLoop. Der Klemmring zieht über die Gummis das Reibrad zum Knopf
pixel.png

al2.jpg

Bewegliche Teile mit Motor und Schleifkörperhalter
pixel.png

al3.jpg

Alle Teile zusammen
pixel.png

al4.jpg

Ein kleiner USB-Powerbank als Energielieferant
pixel.png

al5.jpg

Arduino kompatibles Board mit H-Brückenschaltung
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Video

Steuerung:

Als Steuerung verwende ich ein MBOARD welches eine H-Brückenschaltung für den verwendeten Bürstenmotor enthält. Die Fernsteuerung hat vier Knöpfe welche die digitalen Ausgänge auf der Fernbedienung steuern. Beim Drücken der Knöpfe wird zusätzlich ein ‘received valid data’ Ausgang aktiviert, der von der Software ausgewertet wird. Zwei Knöpfe drehen den Motor mit voller Geschwindigkeit, die beiden anderen senden zuerst einen kleinen Impuls und lassen dann den Motor mit verringerter Geschwindigkeit drehen.

Selbstverständlich kann man jegliche Motorsteuerung verwenden. Das Hauptziel war jedoch, einen Antrieb mit einer sehr kleinen Drehzahl und zwei Geschwindigkeiten zu verwenden.

3D Teile

Downloads

3D Teile STL Dateien
Software

Modifikation: Magnetische Monoband Loop-Antenne für 15m

case_15m.png

Der Deckel schliesst den unteren Bereich der Haube und bildet so ein geschlossenes Segment, dass den Drehkondensator schützt.
Basiert auf 40m - 15m Magnetloop - mit Steuerung übers Koaxialkabel
pixel.png

kondensator.jpg

In dieser für das Monoband 15m ausgelegte Modell wird ein Kondensator mit einer variablen und einer festen Kapazität verwendet.
pixel.png

pcbs.jpg

Die Elektronik wurde ebenfalls angepasst und erhielt zusätzlichen Schutz vor HF-Einstrahlungen.
pixel.png

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